Namibia helfen mit Djin-Djin und Kudu-Filet
900 Besucher auf der Gästefarm Afrika in Röhrse - Vertreter der namibischen Botschaft dankte Peine
Von Iris N. Masson
RÖHRSE. Steaks vom Strauß, Filet vom Kudu exotische Düfte wehten zum Namibia-Fest über die Gästefarm Afrika in Röhrse. Rund 900 Besucher gönnten sich dazu Djin-Djin-Bier, gerieten in Spendierlaune.
Mehr denn je ist das Land in Südwestafrika auf Hilfe angewiesen für die sich Gerhard Theron von der namibischen Botschaft bedankte: "Die Peiner leisten wunderbare Arbeit, zeigen guten Willen, nehmen sich Zeit, investieren Geld und Energie für Menschen in einem fernen, fremden Land. Sie glauben an das, was sie tun", sagte er im Gespräch mit den PN. Der Verein "Hilfe für Namibia" habe für sein Land eine große Bedeutung.
In den zwölf Jahren seines Bestehens hat dieser Waren im Gesamtwert von 750 000 Euro an Kindergärten, Altersheime, Hospitäler oder Aidshilfe-Einrichtungen verschickt. Auch der Erlös aus dem Fest sowie dem Verkauf der von den Pfadfindern erstellten Buttons kommt Namibia zugute insbesondere dem Norden. Seit Anfang des Jahres ist er von Überschwemmungen betroffen: Zahlreiche Menschen und Tiere ertranken, Ernte und Häuser sind zerstört, Tausende von Opfern flohen vor den Wassermassen. Die Cholera ist ausgebrochen, die Regierung hat den nationalen Notstand erklärt.
Bei strahlendem Sonnenschein am Wochenende indes und im Bewusstsein, durch Anwesenheit Hilfe zu leisten unter anderem auch für das SOS-Kinderdorf in Namibia, maß man diesem Hintergrund weniger Bedeutung zu. Begeisterte sich vielmehr an den jungen und doch ungemein professionellen Musikern vom Rainbow Orchestra Hohenhameln sowie den straff rhythmisch orientierten Fellhauern.
Und berauschte sich an afrikanischem Wein, am Ambiente. Durch das eine Ponykutsche führte auch diese unentgeltlich. Für Namibia.

v.l. Hans-Werner Behrens (Vorsitzender - Hilfe für Namibia e.V.) , Helmut Gries, Gerhard Theron (Gesandter der Namibischen Botschaft)

